Chango Spasiuk (AR)

Der Meister des Chamamé
Weltweit zieht Chango Spasiuk seine Fans mit seinem virtuosen Spiel in den Bann. Mit einer atemberaubenden Intensität verdichtet er mit seinem Akkordeon und Begleitmusikern allerhand musikalische Wurzeln aus Argentinien mit modernen Weisen – und das voller Bravour und packender Leidenschaft!

Der passionierte Akkordeonist und Komponist Chango Spasiuk hat es geschafft, den Chamamé – eine bis dato nur Kennern bekannte ländlich-argentinische Stilrichtung – in eine hochentwickelte Kunstform zu verwandeln. Mit vollkommener Offenheit und ganz ohne Berührungsängste kreiert Chango Spasiuk einen reichhaltigen Mix aus zeitgenössischem und traditionellem Sound, so dass sich selbst noch regionale Stilrichtungen und Rhythmen wie Schotis, Polkas, Rancheras und Rasguidos dobles in seiner Musik wiederfinden. Untrennbar sind die Erinnerungen an die Feste und ländlichen Polkas, an denen die ganze Familie teilnimmt und die so typisch für Misiones sind, mit den Werken Changos verflochten. Deshalb ist es gerade der ländliche Chamamé, der Spasiuks größte interpretative und kreative Virtuosität zu Tage bringt. Damit steht er in direkter Nachfolge solcher bekannten Chamamé-Größen wie Cocomarola, Abitbol, Montiel und Martínez Riera u.a.

Der argentinische Chamamé
…ist eine faszinierende und absolut einmalige Musik. Gespielt von bis zu fünf Musikern mit Akkordeon oder Bandoneon, Violine, Gitarre, Cajón und Kontrabass, entstand der Stil aus der Verquickung lokaler Musikformen und den Einflüssen osteuropäischer Einwanderer. Die federleicht schwingenden Klänge haben eine sanfte und poetische Seite, und sind auch sehr beliebt zum Tanzen. Der Chamamé atmet viel Fröhlichkeit und einen Hauch melancholischer Nostalgie, und strahlt dabei die Liebe zur Schönheit der Landschaft und des Lebens aus. Die Musiktradition in Argentinien kennt zahlreiche Formen und Facetten, und viele großartige Musiker pflegen diese im Land wie auch darüber hinaus.

Bio
Horacio „Chango” Spasiuk wurde im September 1968 im Nordosten Argentiniens geboren. Seine Großeltern waren ukrainische Einwanderer, die wie viele andere auch ihre Musik und Instrumente mit nach Argentinien brachten. Nachdem er mit zwölf Jahren sein erstes Akkordeon erhielt, kombinierte er die von seinen Eltern und Großeltern aufgeschnappte Musik aus dem Osten Europas mit der argentinischen Musiktradition. Schnell zeigte sich dass er das Instrument besonders perfekt spielt. Aber statt wie einige Musiker aus seiner Familie nur auf den Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten in der Umgebung aufzutreten, reizte es ihn viel mehr, den Stil des Chamamé weiter zu entwickeln und in die Welt zu tragen. So trat er landesweit mit fast allen großen argentinischen Rockstars auf, und tourte dann durch die Welt, und gab umjubelte Konzerte in Konzerthäusern, Theatern, Clubs sowie Rock-, Jazz- und Weltmusikfestivals. Damit durchbrach er das Klischee, dass sich Argentinien musikalisch auf den Tango beschränken würde. Für Konzerte und CD-Aufnahmen spielte er zusammen mit Größen wie dem Kronos Quartet, Cyro Batista, Kepa Junkera, Carlos Nunez, Lila Downs, Bob Telson, Bobby Mc Ferrin, Raul Barboza oder Mercedes Sosa. Mit seiner mittlerweile über zwei Jahrzehnte langen Karriere begeisterte er mit seinem fesselnden und bezaubernden Akkordeonspiel unzählige Fans, Musiker und Journalisten. Er veröffentlichte etliche CDs und bezeugt mit viel Herz und Kreativität die Liebe zur vielschichtigen Musiktradition seiner Heimat.